Ramen-Routine gestartet: Kochbuch, Bowl und Gemüsebrühe
Gemüse Ramen Tom Yum
Zubereitung 25 Min. Garzeit 40 Min. Menge 4 Schalen
Das Rezept findet ihr am Ende des Posts.
Ramen-Routine gestartet: Kochbuch, Bowl und Gemüsebrühe
Willkommen zu einer neuen Runde „Frank probiert was aus und eskaliert dann“. Diesmal: Ramen. Ich esse die schon immer gerne – und jetzt gibt’s keine Ausreden mehr, denn meine Frau hat mir ein Ramen-Kochbuch und eine richtig schöne Bowl geschenkt. Clever, oder? Jetzt muss ich liefern.
Der Plan (und warum das natürlich eskalieren wird)
Ich habe mir vorgenommen, regelmäßig eines der Rezepte auszuprobieren. Nicht jeden Tag (ich bin ja nicht komplett irre), aber so, dass es eine Ramen-Routine wird. Noch ein Hobby, das Zeit frisst – aber immerhin eines, das am Ende essbar ist. Oft.
Rezept #1: Ramen mit selbstgemachter Gemüsebrühe
Direkt losgelegt: Ramen auf Basis einer selbstgemachten Gemüsebrühe. Ich hatte ein bisschen Angst, dass das Ergebnis nach „netter Gemüsesuppe mit Nudeln“ schmeckt. Also okay, aber eben nicht dieses „Ich will jetzt sofort nochmal eine Schüssel“-Gefühl.
Spoiler: Es hat sehr gut geschmeckt.
Gemüsebrühe kochen ist wie Software bauen (nur mit weniger Stacktraces)
Das Zubereiten war simpel: Gemüse klein schneiden, anrösten, köcheln lassen, warten, abschmecken. Und dann passiert das, was ich an solchen Sachen liebe: Aus „ein paar Zutaten“ wird plötzlich ein rundes Aroma. Das ist wie bei Software, wenn aus ein paar Bausteinen plötzlich ein System wird, das „irgendwie stimmig“ ist.
Nur dass die Küche leider kein git reset --hard kennt, wenn du zu viel Salz erwischt hast.
Was bei mir gut funktioniert hat (aka: Dinge, die ich beim zweiten Mal wieder so mache)
- Zeit geben: Brühe wird nicht besser, wenn man sie anbrüllt. (Getestet. Nur einmal.)
- Nicht zu früh salzen: Lieber am Ende feinjustieren. Beim Reduzieren wird alles intensiver.
- Umami nicht vergessen: Ein paar Pilze (oder Kombu, falls vorhanden) helfen enorm, ohne dass es „nach Pilz“ schmeckt.
- Toppings sind kein Deko-Kram: Frühlingszwiebeln und marinierte Eier sind ein MUSS.
Extra-Tipp für marinierte Eier:Das Rezept empfiehlt Plastiktüte, aber das ist eine Sauerei und Plastikverschwendung. Viel besser: Ein gefaltetes Küchentuch über die Schüssel legen. Das Tuch saugt sich mit Marinade voll und drückt die Eier tiefer hinein – Ergebnis: von allen Seiten perfekt marinierte Eier.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde
Ich war beim ersten Versuch noch etwas „vorsichtig“, vor allem bei Würze und Schärfe. War lecker, aber da ist Luft nach oben.
Beim nächsten Mal will ich:
- die Brühe länger ziehen lassen (mehr Tiefe),
- mit Chiliöl bewusster arbeiten (mehr Wärme, weniger „aua“),
- und vielleicht ein Topping mit mehr Crunch vorbereiten.
Fazit: Mission „regelmäßig Ramen“ ist offiziell gestartet
Ich mag solche Projekte. Nicht, weil ich jetzt plötzlich ein Ramen-Meister bin (bin ich nicht), sondern weil es ein schönes Gegengewicht ist: Hände arbeiten, Kopf wird leer, Ergebnis ist warm und macht zufrieden.
Und ja: Das Kochbuch + Bowl Geschenk war wirklich clever. Ich bin quasi in eine Ramen-Routine reingeschenkt worden.
Rezept Gemüse Ramen Tom Yum
Tom Yum kommt aus Thailand. Leicht, cremig, Zitrusaroma – erfrischend, ausgewogen im Geschmack. Perfekt im Sommer, am besten mit kühlem Drink servieren.
Zubereitung 25 Min. Garzeit 40 Min. Menge 4 Schalen
Zutaten
- 1,4 L Gemüsebrühe
- 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 Stück Galgant oder Ingwer (5 cm), in Scheiben geschnitten
- 2 Stiele Zitronengras, geschält, in 7,5 cm große Stücke geschnitten
- 3 Kaffirlimettenblätter
- 2TL Thai-Chili-Knoblauch-Paste (Tom-Yum-Paste)
- 1 TL Meersalz
- 1½ TL Zucker
- 2 EL helle Sojasauce
- Saft von 1 Limette
- 175 g Austernpilze, geputzt (es gehen auch andere Pilze, aber putzen muss man immer)
- 175g fester Tofu, gewürfelt
- 120 ml Kokosmilch
- 680 g frische Ramen-Nudeln
- 45g Frühlingszwiebeln, fein gehackt (je feiner gehackt, desto besser)
- 45g Koriander, grob gehackt (Hinweis: es gibt Menschen die können Koriander nicht ab, deswegen immer in einer eigenen Schale für Selbstbedienung anbieten)
- 1 Limette, geviertelt
Zubereitung
- Die Gemüsebrühe in einem großen Topf bei mittlerer Hitze zum Köcheln bringen.
- Knoblauch, Galgant oder Ingwer, Zitronengras , und Kaffirlimettenblätter hinzugeben. Zugedeckt 30 Minuten köcheln lassen. Die Brühe abseihen, die festen Bestandteile entfernen.
- Die Brühe zurück in den Topf geben, erneut zum Köcheln bringen und Chili-Knoblauch-Paste, Salz, Zucker,Sojasauce, Limettensaft (zum Ab-schmecken), Austernpilze, Tofu und Kokosmilch hinzufügen. 5 Minuten köcheln lassen.
- In der zwischenzeit die Ramen-Nudeln in einem A großen Topf mit kochendem Wasser 50 Sekunden garen. Ab und zu umrühren. Abgießen, abspülen und auf vier Servierschalen verteilen.
- Heiße Brühe hinzugießen, bis die Nudeln knapp bedeckt sind. Mit Frühlingszwiebeln und Koriander garnieren und mit Limettenviertel servieren.